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Auslandszahnersatz: Fakten einer Themenstudie


In einer speziellen Pressekonferenz in Berlin wurden von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) die Ergebnisse einer von ihnen beim Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Auftrag gegebenen Studie zum Thema Auslandszahnersatz vorgestellt. Hier einige der Fakten:

Von den repräsentativ befragten Personen gaben 2,3% an, bereits im Ausland gefertigten Zahnersatz zu tragen. Unter den Zahnärzten gaben 12,3% an, „häufig“ Auslandszahnersatz einzugliedern. 15,3% tun dies „gelegentlich“, 23,4% „eher selten“ und 49% „gar nicht“. Über alle Zahnärzte gerechnet, beträgt der Anteil des Auslandszahnersatzes an Prothetikfällen im Durchschnitt ca. 10%. Damit ist die Quote gegenüber den bislang verlautbarten Zahlen seit 2004 angestiegen.
Zahnersatz wird laut Studie importiert aus China (53,4%), Türkei (14,2%), Philippinen (8,1%), Hongkong (6,1%), Tschechien (4,1%), Singapur (3,4%), Ungarn (2,0%), Spanien (2,0%), Thailand (1,3%), Sonstige (5,45%).

Eine Behandlung und prothetische Versorgung direkt im Ausland wurde der Studie zufolge nur von 1,2% der Befragten in Anspruch genommen. Anders als der Import von Zahnersatz nimmt der Dentaltourismus nicht zu. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine hohe Zahnarztbindung und die schlechte Einschätzung der medizinisch-technischen Qualität der Versorgung im Ausland hier als begrenzende Faktoren wirken.
Damit sich Patienten für ausländischen Zahnersatz entscheiden, müsse der Preis durchschnittlich um 30-35% unter dem des inländischen Angebotes liegen. Bei Behandlungen im Ausland liege die Schwelle sogar bei 40-50% niedrigerem Preis.

Für die BZÄK offenbart die Studie, dass Entscheidungsprozesse pro oder contra Auslandszahnersatz nicht auf eine simple Kosten-Betrachtung zu reduzieren sind, da eine Vielzahl von Beeinflussungsfaktoren und Motiven von Patienten als auch von Zahnärzten einbezogen werden müssen. Das hohe Vertrauen zum eigenen Zahnarzt und die skeptische Qualitätsvermutung beim Auslandszahnersatz seien neben dem Preisargument die bestimmenden Faktoren, so die Bundeszahnärztekammer.

Was tut die Innung gegen Auslandszahnersatz?
In allen Gesprächen mit Presse, Politikern, Krankenkassen etc. ist Auslandszahnersatz ein ständiges Thema. Die Innung wirbt nachdrücklich in der Presse, auf Gesundheitsmessen und öffentlichen Veranstaltungen für eine ortsnahe Versorgung mit Zahnersatz aus der Region Berlin-Brandenburg im Interesse der Patienten.

Der Flyer „Zahnersatz von hier ist einfach besser, weil...“ wurde als Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit entwickelt und kann kostenlos über die Innungsgeschäftsstelle bestellt werden. Der von der KZV Brandenburg herausgegebene Patienteninformationsflyer „RISIKO Auslandsbehandlung“ kann ebenfalls über die Geschäftsstelle bezogen werden. Die nächsten Messekampagnen sind bereits in Planung.

Mit dem Qualitätssicherungskonzept QS-Dental und der AMZ Allianz für Meisterliche Zahntechnik bietet die Innung jedem Mitgliedsunternehmen eine zukunftsfähige Antwort auf die wettbewerblichen Herausforderungen durch Auslandszahnersatz und Dentaltourismus. Nutzen Sie diese Angebote! Die Innung gibt Ihnen hierbei jede Unterstützung.

Die Studie selbst sowie die ausführlichen Pressemitteilungen der KZBV und BZÄK sind auf den Internetseiten „www.kzbv.de“, bzw. „www.bzaek.de“ abrufbar.

 

 

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