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„Als Unternehmer bin ich absolut pro QS - Dental!“


Lesen Sie hierzu unser Interview mit den Unternehmern Christoph Nötzelmann (Neubrandenburg), Rainer Struck und Rüdiger Harsdorf (Berlin), Mitglieder von Innungen der Kooperation nord- und mitteldeutscher Zahntechniker-Innungen.

der artikulator: Wie würden Sie als erfahrener Unternehmer darauf reagieren, wenn ein Kollege zu QS - Dental die Meinung vertritt, „dieses Qualitätssicherungssystem sei doch bloß ein Marketinginstrument ohne betriebswirtschaftliche Relevanz“?

Christoph Nötzelmann: Wir würden ihn mit unseren Erfahrungen konfrontieren und die sind nun mal völlig entgegengesetzt. Erstens: Der Einführung des Qualitätssicherungssystems „QS-Dental“ (nach ISO DIN EN 13485) liegen viele Vorarbeiten zugrunde, die selbst noch im Nachhinein viel Positives für unser Labor bewirken. Zunächst wurden z.B. alle im Betrieb befindlichen Materialien auf den „Prüfstand“ gestellt. Seither sind nur dazu berufene Personen befugt, Materialbestellungen aufzugeben und haben diese beim Eingang zu kontrollieren. Ein- und Ausgänge sind damit nachvollziehbarer, weil transparenter geworden. Zweitens: Nicht nur die betriebliche Ordnungsqualität in Sachen Material hat heute ein besseres Niveau, auch Zuständigkeiten einzelner Bereiche und Personen sind wesentlich klarer geregelt und durchstrukturiert. Drittens sind alle Arbeitsabläufe mit den jeweiligen Teilschritten und personellen Verantwortlichkeiten gründlich dokumentiert. Das macht diese wiederum leichter nachvollziehbar, v. a. für Techniker oder unsere Auszubildenden, die sich in neue Abteilungen und Aufgaben einarbeiten!

Rüdiger Harsdorf:
Uns ging es von Anfang an um gleichbleibende sehr hohe Qualität und genau das schätzen unsere Kunden an uns.

Rainer Struck: Ich würde meinem Kollegen mit etwas Augenzwinkern folgendes sagen: „Du hast Recht! Aber auch nur weil Du, wie ich vermute, bisher nicht die Zeit gefunden hast, Dich ausgiebig mit QS - Dental zu beschäftigen. Das mag vielleicht mit daran liegen, dass „QS“ bisher primär unter dem Dachmarkenkonzept AMZ beworben wurde.

Seit einigen Jahren muss jede Zahnarztpraxis ein dokumentiertes praxisinternes Qualitätsmanagementsystem vorhalten. Da freut sich doch jeder „QM - Beauftragte“ der Praxis, wenn er ein Zertifikat über ein geprüftes QS -System des liefernden Labors in seinem prüfbaren Dokumentationsordner abheften kann. Oder etwa nicht? Doch der Nutzen von QS – Dental ist wesentlich grundsätzlicher und komplexer…“

der artikulator: Nochmals mit der Bitte, es auf den Punkt zu bringen: Worin besteht für Ihr Unternehmen der eigentliche „Ertrag“ von QS - Dental?

Christoph Nötzelmann: Im Grunde beginnt der „Ertrag“ für uns mit dem Ergebnis einer großen „Aufräumaktion“, erweitert durch eine umfassende Systematisierung von Materialien und Arbeitsgängen mit mehr Reproduktion und Kontrolle in allen Bereichen und schließlich unweigerlich hinführend zu einem nachprüfbar effizienterem Arbeiten!

Rüdiger Harsdorf: Für mich erklärt sich der Ertrag hauptsächlich mit der konsequenten Umsetzung der QS – Dental – Prüfliste. Sie ist der eigentliche Schlüssel zum Erfolg für optimale Arbeitsabläufe und gleichbleibend hohe Qualität. Das wiederum reduziert Reklamationsraten und ist bares Geld und Zeit.

Rainer Struck: Unser Betrieb wurde zuerst nach ISO DIN EN 13 485 zertifiziert. QS - Dental haben wir dann 2007 noch in das bestehende QM-System integriert. Daher lässt sich der betriebswirtschaftliche Nutzen nicht allein an QS - Dental festmachen. QS-Dental enthält jedoch aus meiner Sicht viele wesentliche Merkmale einer so genannten „großen“ Zertifizierung. Als Unternehmer werde ich dadurch förmlich dazu „gezwungen“, mich mit den Arbeitsprozessen in meinem Betrieb sehr bewusst und höchst intensiv auseinander zu setzen.

Weil überall der wirtschaftliche Druck auf die Produktion ständig zunimmt, können wir uns es einfach nicht leisten, Fehler, die während des Herstellungsprozesses auftreten, erst zu korrigieren, wenn die Arbeit fertig ist. Wir müssen also zwangsläufig unsere Arbeitsprozesse optimieren, um zukünftig überleben zu können. QS-Dental vermag hierzu einen wichtigen Beitrag zu leisten.

der artikulator: Und Sie können bestätigen, dass sich mit Anwendung des Qualitätssicherungssystems QS - Dental betriebswirtschaftlich relevante Reklamationsquoten zum Positiven verändern?

Christoph Nötzelmann: Ja, das kann ich. Durch die eben aufgeführten Punkte beseitigen wir prophylaktisch Fehlerquellen, die im Alltag so vielleicht nicht auffallen würden. Die Herstellung ist standardisierter und gerade durch die „frische“ Aufarbeitung der Arbeitsgänge gefestigter und effizienter als zuvor. Unser Bestreben ist es, mit der Reklamationsquote immer unter 1% zu bleiben und da diese momentan bei 0,85% liegt, ist auch das Bestätigung für unsere immer besser funktionierende Qualitätssicherung.

Rainer Struck: Ja natürlich, ich kann das ebenfalls eindeutig bestätigen. Seit Einführung der QM-Systeme in unserem Labor ist die Gewährleistungsquote über die Jahre kontinuierlich auf 0,25% gesunken. Das ist nicht nur bares Geld! Das merken selbstverständlich auch unsere Kunden und wissen es zu schätzen!
Aber: Alles hat natürlich auch „seinen“ Haken. Wer z. B. glaubt, dass es ausreicht, sich einen Coach zu besorgen, der alles vorbereitet, die Formulare ausfüllt, das Organigramm erstellt und vielleicht auch noch ein betriebliches Leitbild als Textbaustein bereithält und der Unternehmer/Geschäftsführer nur noch „unterschreiben“ muss, der irrt gewaltig. Spätestens zur Nachprüfung bzw. Rezertifizierung kann einem dann alles auf die Füße fallen. Eine Erfahrung, die ich zur ersten Nachprüfung des „Umweltsiegels im Zahntechnikerhandwerk“ 2007 selbst machen musste, weil es damals noch nicht gelebt wurde.

Rüdiger Harsdorf: Auch wir sind seit Jahren nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert und werden regelmäßig neu überprüft. Unsere Erfahrung ist es, dass sich alle QM-Systeme positiv auf die Reklamationsrate auswirken. Wobei man mit QS-Dental einen geringeren Aufwand hat, um das Ziel zu erreichen. Gerade beim Aufwand/Kosten/Nutzen - Vergleich ist QS - Dental m. E. nicht zu schlagen. Natürlich sollte jeder Inhaber für sich entscheiden, wie viel Aufwand er betreibt. Ich jedenfalls kann mir „Top – Zahnersatz“ ohne ein QM-System nicht mehr vorstellen. Es bringt einfach mehr Sicherheit für jeden Patienten und genau das ist unseren Kunden sehr wichtig.


der artikulator: Worin besteht Ihrer Meinung nach das eigentliche „Geheimnis“, um mit QS-Dental noch erfolgreicher zu werden? Und wie gehen Sie marketingtechnisch damit um?

Christoph Nötzelmann: Es gibt kein Geheimnis. Es kommt letztendlich immer darauf an, was man daraus macht. Marketingtechnisch nutzen wir es relativ simpel, in Form von Hinweisen und Erläuterungen: auf Rechnungen, in der Presse und natürlich auf unserer Internetseite. Und damit sprechen wir ein Bedürfnis vieler Patienten an - Sicherheit. Da kommt das QS-Prüfsiegel als Erkennungsmerkmal für solche Ansprüche gerade recht und weist sich bei uns mit jeder Rechnung in Form eines beiliegenden Zertifikates aus.

Rüdiger Harsdorf: Alle unsere Kunden setzen sich gerade selber auseinander mit einem eigenen QM-System, das die KZV jetzt von ihnen verlangt. Wir hören hier aus nahezu jeder Praxis, dass sie sehr froh darüber sind mit einem Labor zusammen zu arbeiten, das selbst schon ein Qualitätssicherungssystem hat und damit erfolgreich seit Jahren arbeitet. Es vermittelt unseren Praxen einfach mehr Sicherheit für ihre Patienten. Und wir helfen damit unseren Kunden. Mit QS-Dental und DIN EN ISO 13485 werben wir auf jeder Rechnung und natürlich ebenso im Internet. Ich kenne Zahnärzte, für die eine Zusammenarbeit mit einem Labor, das nicht nach einem QM-System arbeitet, nicht mehr in Frage kommt. Selbst von Krankenkassen gibt es entsprechende Aussagen. Deshalb: Nur mit fundierter Qualitätssicherung findet Zahntechnik in Deutschland ihre Zukunft.

Rainer Struck: QS-Dental ist ein auf unsere Betriebsstrukturen ausgerichtetes QM-System. Es ist kostengünstig und wirkt zugleich kostensparend. QS-Dental ist im Verwaltungsaufwand auch für kleine Betriebe beherrschbar. Es ist in seiner Wirkung nachhaltig und als einziges System im Zahntechnikerhandwerk wirklich branchenspezifisch. Bestens geeignet als Betriebssteuerungsinstrument zur effizienten Herstellung von Zahnersatz mit dokumentierter Qualität aus Deutschland! Ein System exklusiv für Innungsbetriebe!

Mein Fazit: Die der Gruppe der QS-Dental geprüften Betriebe angehörenden Labore sind zweifellos nicht vergleichbar mit einer „Drogerie- oder Burgerkette“. Trotzdem macht eine Markenbildung für QS-Dentalmitglieder Sinn, weil sie die Ressourcen unserer Betriebe bündeln hilft und somit ein wahrnehmbares Marketing ermöglicht. Als erfolgreiches Beispiel sei das Berliner Projekt „Saubere Dritte in der Pflege“ genannt. Eine relativ kleine Berliner Gruppe QS-Dental zertifizierter Innungslabore hat hier zusammen mit Zahnärztekammer und Innung ein Projekt realisiert, welches hohe Aufmerksamkeit in Politik, bei Krankenkassen und sogar Privatversicherern erzeugt hat. Das ist etwas, was wir als Einzelunternehmer wohl nie oder nur mit extremem Aufwand schaffen würden…

Deshalb: Informieren Sie sich bei Kollegen, die bereits QS-Dental geprüft sind oder in Ihrer Innungsgeschäftsstelle. Machen Sie zu Ihrem eigenen Vorteil mit und Sie werden Ihren direkten wirtschaftlichen Nutzen schnell erreichen.

 

 

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